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Erich Maria Remarque – Im Westen nichts Neues

     Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Kriege zerstört wurde – auch wenn sie seinen Granaten entkam. So äussert sich der Autor in dem Geleitwort zu diesem Buch.

     Dieses Werk hat heftige politische Diskussionen, publizistische Anfeindungen aber auch Lobpreisungen ausgelost. In Kurze erreicht es weltweit Millionenauflagen, ist in mehr als 30 Sprachen übersetzt worden, und wird in den USA verfilmt. Als in Berlin die deutsche Fassung des Films uraufgeführt wird, beginnen die Berliner Nazis die Filmaufführung durch Krawalle zu verhindern. Schliesslich wird der Film verboten, da er angeblich „deutches Ansehen gefährde“ und die „deutsche Wehrmacht herabsetze“…

     Als ich Remarques Buch „Im Westen nichts Neues“ In die Hände bekommen habe, habe ich mir nicht sehr viel davon versprochen. Die Kriegswerke sind doch alle gleich, habe ich mir gedacht. Doch schon als ich die ersten Zeilen hinter mir hatte, ist es mir klar geworden, dass dieses Buch anders ist. Am Anfang habe ich es mit gewisser Freude gelesen, da alles klar, präzise und einfach geschrieben war. Ich habe nicht nachdenken müssen, was der Autor zu sagen hat. Ein paar deutsche Schüler werden von ihrem Lehrer überredet in den Krieg zu gehen und für die Ehre des Staates zu kämpfen. Ich habe mich sehr leicht in die Gefühle und Vorstellungen der Hauptperson – Paul Bäumer hineinfühlen können. Die Leichtsinnigkeit der jungen Burschen, mit der sie über Alles nachgedacht haben, kenne ich ja allzu gut. Die Blödheiten und Prügeleien, in die sich Paul zusammen mit seinen Freunden auch in den Kasernen verwickelt, sind mir auch begreiflich. Die ersten Seiten haben auf mich den Eindruck einer gewissen Umbekümmertheit und jugendlicher Freiheit gemacht.

     Doch plötzlich hat sich alles geändert. Paul kommt auf die Front und erlebt die erste Attacke. Weitere Angriffe folgen. Paul uberlebt, viele sterben. Zack. Es ist, als ob ich einen heftigen Schlag bekommen würde. Vorher habe ich keine Ahnung gehabt, was es eigentlich dieser Krieg sein soll. Man tötet andere Menschen, lebt unter scheuslichen Bedingungen, das is so ziemlich Alles. Woher sollte ich auch etwas wissen? Doch die Szenen, in denen der Autor so einfach, als ob nichts geschehen wäre, all die Grausamkeiten des Krieges (Gasattacken, Granaten- verletzungen, die gespenstische Atmosphäre) detailliert schildert, haben mich gefasst. Ich konnte mir alles bis zum letzten Detaill vorstellen. Beinahe habe ich aufhören mussen zu lesen, um all die Eindrücke zu verarbeiten, einzuordnen. Das Buch hat mich sozusagen hineingezogen, Ich lebe in der Welt von Paul und seinen Freunden. Die gespenstisch-nihilistische Atmosphäre ist von nun an mein Begleiter durch alle Seiten. Die einzige Sicherheit der Soldaten ist ja schliesslich nur der Tod. Was tun sie denn all die Zeit? Entweder kämpfen sie, vobei sie sich in nichtdenkende Figuren verwandeln, und in der Freizeit stumpften sie ihre Sinne mit Zigaretten, Alkohol ab, denken velleicht an Frauen… Doch nichts kann eine völlige Rettung bringen, alle sind nur zeitweilig. Die Ideale, für die Paul, seine Freunde und Feinde kämpfen sollen, sind fur Paul mit dem ersten Toten zum Staub zerfallen.

     Eines Tages fährt Paul nach Hause, er hat Urlaub. Er freut sich und ich mit ihm. Doch langsam merkt er, dass ihm alles fremd geworden ist, das Leben zu Hause hat fur ihn keinen Sinn mehr. Er gehört nicht in diese Welt. Der krasse Unterschied zwischen Paul und den Leuten, die den Krieg nur aus Zeitungsbildern kennen, aber oft alles besser zu wissen glauben, zeigt sich während eines Gespräches in einer Bar. Ein Herr belehrt Paul, wie er zu kämpfen hat, dass er sich mehr anstrengen soll. Deutschland muss doch gewinnen, es muss neue Länder besetzen usw. Von Wegen… Da hat Paul genug, und ich mit ihm. Für mich ist diese Szene die bedeutendste Stelle des Romans, da hier die Kluft zwischen den menschlichen Vorstellungen und dem Alltag in einer unheimlichen Weise enthüllt wird. Pauls schreckliche Erlebnisse und Erfahrungen, die sein Leben eigentlich zerstört haben, sind fur einen anderen unwichtige Kleinigkeiten, fur diesen Herrn (und für wie viele weitere?) ist der Gewinn, das Voranschreiten der Front viel wichtiger, als hunderttausende zerstörte Menschenleben. Wie wenig sind wir im Stande (oder wollen wir nur nicht?) die Gefühle der anderen wahrzunehmen, ein bisschen Interesse zu zeigen.  Pathetische Phrasen, bombastische Tiraden über heldenhafte Taten, wie oft habe ich diese schon gehört! Dank  der nationalistischen Propaganda hat auch Paul Bäumer sein Leben verloren.

     Zu Ende des Buches debattiert Paul Bäumer mit einigen Freunden uber den Sinn des Krieges. Sie wollen einfach wissen, warum es diesen Krieg gibt. Paul weiss nicht  warum oder wozu er kämpft, und er ahnt, dass es seine Gegner auch nicht wissen. Jeder tötet, nur um icht getötet zu werden. Paul schwört über der Leiche eines franzözischen Soldaten: „Mein Freund, wenn ich es überlebe, werde ich dagegen kämpfen, was uns beide zerstört hat…ich schwöre es…so was darf sich niemals wiederholen.“ Schliesslich stirbt Paul auch, wenige Wochen vor Kriegsende …

    Dieses Buch hat meine Einsichten und meine Meinung uber den Krieg völlig verändert, da ich es durch die Augen eines unbedeutenden, durschnittlichen Soldaten gesehen habe. Paul Bäumer hat nicht mehr gegen den Krieg kämfen können. Er hat nicht gewusst, weshalb dieser Krieg zustandegekommen ist. Wir können in Geschichtsbüchen nachlesen, wie es zu diesem Krieg gekommen ist. Doch trotz der beiden Weltkriege, und vielen anderen „kleineren“ Konflikten, scheint es mir, dass wir die Botschaft der Gefallenen nicht hören wollen. Für mich lautet diese Botschaft ganz eindeutig – die Menschlichkeit, Liebe, Freundschaft und Hilfe sind wichtiger als alle Schätze dieser Welt. Bei der Erinnerung an dieses Buch, muss ich mir einige Fragen stellen – Was tue ich, damit nicht mehr Menschen leiden? Wie und wo zeigt sich meine Menschlichkeit? Bin ich nicht zu selbstbezogen und gleichgültig anderen Menschen gegenüber? Ich versuche mir selbst die Antwort durch meine täglichen Taten zu geben, den Menschen in mir wachzurütteln…

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