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Heinrich Böll: Wo warst du, Adam?

Heirich Böll wurde als 22 jähriger in den Krieg geschickt, wo er sechs Jahre lang Soldat gewesen ist. Diese Zeit hatsein ganzes Leben beeiflusst – die Eindrücke sind zu stark gewesen, um schweigen zu können. Seit 1949 hat er Erzählungen, Romane, Hör- und Fernsehspiele, Theaterstücke veröffentlichtund ist als Übersetzer tätig gewesen. Er hat 1972 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Er ist 1985 in Hürtgenwald gestorben.

In diesem Roman werden die Schicksale der einzelnen Menschen im Zusammenhang mit dem Krieg beschrieben, sie hängen immer in irgendeiner Weise mit dem Soldaten Adam Feinhals zusammen.

Das ganze Buch besteht aus einzelnen Lebensabschnitten der beschriebenen Personen. Fast alle Bevölkerungsschichten werden hier geschildert, von einem Barmann bis zu einem General. Böll taucht auch in die Schreckenswelt der Juden ein – sie wird durch Adams Liebe zu einer jüdischen Lehrerin geschildert. Die Liebe hat nicht mal Zeit, um sich voll zu entfalten, und schon wird Adams Geliebte in ein Konzentrationslager gebracht. An dieser Stelle beschreibt Böll den Umgang mit den Juden, man bekommt den Eindruck, als wären es seelenlose „Dinge“.

Die organisierte Sinnlosigkeit des Krieges wird auch in diesem Werk deutlich und anschaulich dargestellt – sie wird als der Hintergrund der Geschichte eines deutschen Wachkommandos bei einer strategisch wichtigen Brücke gezeigt. Die Brücke ist von Partisanen zerstört worden und von den Deutschen wieder aufgebaut, um gleich wieder vor den andrückenden Russen gesprengt zu werden.

Am Ende kehrt Adam schliesslich zurück nach Hause. Das Ende des Krieges nähert sich, die Russen schreiten voran. Auch Adams Geburtsort, ein kleines Dorf in Deutschland, hat sich ihnen übergeben. An jedem Haus flattern weisse Fahnen. Dies gefällt aber der in der Nähe stationierten Truppe von deutschen Soldaten nicht, sie beschiessen die Friedensfahnen mit Granaten. Das wird Adam zu Verhängnis – gerade als er sein Elternhaus betreten will, wird die Fahne über seinem Kopf mit einer Granate beschossen. Von Adam Feinhals bleibt nicht viel übrig.

Der Leser erfährt nie, wie Adams Gefühle, Gedanken, oder Ansichten aussehen, Adam spielt hier lediglich die Rolle eines unbeteiligten Beobachters. Oft hat die Handlung gar nichts mit ihm zu tun, viele Male erscheint er nur als eine unbedeutende Nebenfigur.

Dieses Buch hat etwas unpersönliches an sich, Böll schildert alle Geschehnisse völlig unbeteiligt. Er selber zieht in diesem Buch keine Schlüsse fest, dies überlässt er dem Leser selbst. Dadurch erschient dieses Werk manchmal kahl und unmenschlich, die grausamsten Szenen scheinen „mit einem Achselzucken“ hingenommen zu werden. Es hat aber den Vorteil, dass sich der Leser selber ein Bild von dem Krieg machen kann, es wird ihm keine fertige Meinung angezwungen. Dies führt unter anderem auch zur besseren Verständnis dieses Werkes – das Nachdenken über „was der Autor damit sagen wollte“ fällt weg, man muss sich seine eigene Meinung bilden.

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