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18. Maturafrage
Tamara Petronela

N a t h a n.
So kam nun dieser Ring, von Sohn
zu Sohn,
Auf einen Vater endlich von drei Söhnen
;
Die alle drei ihm gleich gehorsam waren,
Die alle drei er folglich gleich zu lieben
Sich nicht entbrechen konnte. Nur von Zeit
Zu Zeit schien ihm bald der, bald dieser, bald
Der dritte, - sowie jeder sich mit ihm
Allein befand, und sein ergießend Herz
Die andern zwei nicht teilten, - würdiger
Des Ringes
; den er denn auch einem jeden
Die fromme Schwachheit hatte, zu versprechen.
Das ging nun so, solang es ging. – Allein
Es kam zum Sterben, und der gute Vater
Kömmt in Verlegenheit.

Fasse den Inhalt der hier eingeleiteten Textstelle zusammen.... Wie löst der Vater diese Problem?

     Die Handlung spielt zur Zeit der Kreuzzüge und ist frei erfunden: In Palästina kreuzen sich die Wege von Juden, Christen und Mohammedanern. Der Kern des Dramas ist die sogenannte Ringparabel – Sultan Saladin möchte den Juden Nathan in Verlegenheit bringen, um leichter Geld von ihm erpressen zu können. Daher stellt er dem weisen Nathan die Frage, welche Religion die wahre sei. Nathan erwiedert mit einer Geschichte über einen König und seine drei Söhne.

     Es lebte einmal ein König und der König besaß einen kostbaren Ring, den er auf dem Sterbebett seinem beliebtesten Sohn überlassen sollte. Weil der Vater aber alle seine Söhne gleich lieb hatte und keinen beleidigen wollte, beschloss er noch zwei gleiche Ringe anfertigen zu lassen. Als ihm der Künstler die Ringe brachte, konnte selbst der König seinen Musterring nicht von den anderen zwei unterscheiden. ”Froh und freudig ruft er seine Söhne, jeden insbesondre; gibt jedem insbesondre seinen Segen, - und seinen Ring, - und stirbt.

     Mit dieser Parabel zeigt Nathan dem Sultan, dass alle Religionen gleichberechtigt sind. Die Ringe in dieser Geschichte sind drei Religionen. Der Vater ist Gott. Die drei Religionen sind nur Hüllen einer wahren Vernunftreligion. Der Wert einer Religion soll sich an praktischen Taten äußern, dann ist sie eine richtige Religion.          

 ...und ordne ihr Autor und Entstehungszeit zu...

Gotthold Ephraim Lessing, 1779 – Zeit der Aufklärung

Was hat das Stück ”Andorra” von Max Frisch mit ”Nathan der Weise” zu tun?

     In beiden Werken geht es um die Vorurteile. Während in ”Andorra” die Situation des zweiten Weltkriegs bearbeitet wird und die Vorurteile gegen die Juden verdeutlicht werden, beschreibt Lessing in seinem Werk die Vorurteile gegen die anderen Religionen. Dieses Werk endet mit einer Versöhnung, ganz im Gegenteil zur Andorra, die tragisch ausgeht. Beide Handlungen spielen sich an fiktiven Plätzen ab – Andorra ist nur eine Bezeichnung, man kann unter diesem Namen fast jedes beliebige Land verstehen. Etwas ähnliches gilt auch für ”Nathan der Weise”. Der Orient ist nur ein poetischer Raum.   

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