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Österreichische Literatur

Politische Situation nach 1945: Europa wurde in den Ost- und Westblock eingeteilt. Im Westblock herrschte Kapitalismus und in Ostblock gab es nur den Sozialismus. Das hatte Auswirkungen auch auf die Literatur. Das literarische Leben in Österreich nach 1945 ist davon gekennzeichet, dass es mehrere Generationen von Autoren gebildet haben. Es gab neben aus der Emigration heimkehrenden Autoren auch Schriftsteller, die sich dem Hitler-Regime eingepasst haben. Die Emigranten waren meistens junge, gesellschaftsbewusste Schriftsteller, die wegen ihren Äusserungen während des Krieges unerwünscht waren. In der Nachkriegszeit wurde ihnen wieder die Möglichkeit, sich frei zu äussern ermöglicht. Diese nutzten sie voll aus und veröffentlichten ihre wahren Gefühle über den Krieg in ihren literarischen Werken. Sie schrieben hauptsächlich über Vergangenheit, über die österreichisch-ungarische Monarchie. Einer der schärfsten Kritiker und zugleich grössten Verehrer der österreichisch-ungarische Monarchie, Joseph Roth, der schon in der zwanziger Jahren die Gefahr des Nationalsozialismus erkannte, schrieb in seinem Werk Radetzkymarsch über die Monarchie: “Es ist einen Krankengeschichte, verfasst von einem Arzt, der einerseits alle Symptome genau sieht, anderseits aus Liebe zum Patienten dessen Agonie nicht wahrhaben will.”In den siebziger Jahren tritt eine neue Generation der Autoren auf, die Krieg und Nachkriegszeit nicht mehr bewusst erlebt hat. Sie verarbeitet ihre eigene Vergangenheit , ihre Herkunft in Romanen mit stark autobiographischen Zügen. Dazu gehören Autoren wie Gernot Wolfgruber, Peter Henisch und andere.Die Nachkriegschriftsteller, zum Beispiel Thomas Bernhard, beschäftigen sich mit dem Innenleben ihrer Personen und ihren privaten Problemen. In ihren Stücken wird die Gefühlskälte einer Gesellschaft dargestellt, in der bleibende Beziehungen unmöglich sind. Die Sriftsteller konzentrieren sich auf ihre Gefühle, beobachten, was sich in ihrem inneren Leben abspielt und werden dabei in dieser abstrakten Welt gefangen. Ihre Personen haben ebenfalls stark autobiographische Züge.  Thomas Bernhard beschreibt in seinen Romanen aussergewöhnliche Persönlichkeiten, ‘’Geistesmenschen”, die das Leben als eine unheilbare Krankheit, Gefängnis oder andauernde Katastrophe betrachten. Sie müssen scheitern, weil die Welt chaotisch, verstörend und zerstört ist. Diese Merkmale kann man in der Erzählung Die Kälte, Eine Isolation erkennen.

 Gernot Wolfgruber – Herrenjahre (1976)

Die Romane von diesem Autor können wir als sozialkritische Autobiographien bezeichnen. Er hat als Lehrling und Hilfsarbeiter die Zwänge der Arbeitswelt authentisch erfahren. Er verarbeitet literarisch seine eigenen Erfahrungen. Er war ein Nachfolger der “Grazer Gruppe”, die zum Ziel hatte, durch die Sprache die Herrschaft der Gesellschaft zu zeigen.

In diesem Roman wird die Geschichte des Bruno Melzer erzählt, der eine Lehre  durchläuft, eine Stelle als Tischler annimmt.   

Er lernt ein Mädchen kennen, an dem ihm nur gewisse physischen Eigenschaften imponieren. Sonst gibt es für ihn keinen anderen Grund, mit Maria auszugehen. Nachdem Melzer beschliesst, dass er Maria verlässt, verkündet sie ihm, dass sie ein Kind bekommen werden. Melzer wird von den gesellschaftlichen Konventionen gezwungen, Maria zu heiraten. Gleich nach der Heirat nimmt er eine Arbeit als Fabriksarbeiter an. Er wird Vater von zwei Kinder und baut ein Haus. Maria erkrankt an Krebs. Kurz vor dem Tod kriegt sie noch ein Baby. Das schwächt sie dermassen, dass sie stirbt. Am Schluss sucht der Witwer mit drei noch kleinen Kindern und einem halbfertigen Haus durch eine Zeitungsannonce eine Frau.

Wolfgruber zeigt das Schicksal ”kleiner Leute” und ihr Leben in der Kleinstadt.

Zitat (S. 244): Melzer war ständig in Bewegung und wenn er ins Sitzen kam, musste er daran denken, was noch alles zu tun war...Vor lauter aussen um ihn herumstahehnden Dingen, die er angehen und wegarbeiten musste, zwischen denen sich seine Tage als eine ununtergebrochene Folge von Handgriffen zerrieben, hat er keinen Platz gehabt für ein zermümbendes Innenleben...

Melzer hat keine Zeit um ein reiches Innenleben zu produzieren. Das Leben läuft ihn davon. Er gerät in einen Kreis, aus dem es angeblich keinen Weg hinaus zu geben scheint. Seine eigenen Gedanken und Bemerkungen scheinen auch seelenlos und oberflächlich zu sein, am Ende taucht sogar eine Skepsis und Verlegenheit auf, die in einem Zusammenhang mit seinen unerreichten (und vielleicht auch unerreichbaren) Träumen zu sein scheint. Seine Träume gehen wie die Sonne unter, wenn er bei Marias Bett steht und mit den schlechtesten Gefühlen, die ein Mensch empfinden kann, und zwar mit Hilflosigkeit, gequält wird. Ich würde sagen, dass man dieses Gefühl sogar als Selbstvorwürfe bezeichnen konnte. Vielleicht sind es auch keine Selbstbeschschuldigungen, sonder Vorwürfe gegenüber der Gesellschaft, in der er aufgewachsen ist. In diesem Moment erfährt Melzer, wie klein er ist, und beschuldigt sich selbst deswegen, dass er jemand anderer sein könnte, als er ist. Denn wenn er anders wäre, dann würde er sicher nicht so hilflos bei Marias Bett stehen und nichts anderes tun können als zuschauen, völlig verloren und verzweifelt. Da zeigt uns Wolfgruber das von Skepsis überfülltes Innere eines Menschen, der infloge seiner Unmündigkeit und Gefühlskälte zum stoppen gezwungen wird, um in seine Innenwelt einzudringen. Diese Tatsachen beschreibt uns der Autor in den dazwischen eingebauten Gedanken, die in den Bemerkungen von Melzer zu sehen sind. In diesen kurzen Bemerkungen können wir in seine Innenwelt eintauchen, die zu kühl zu sein scheint, das ist sie vielleicht auch. Was man meiner, aber auch der Kritiker Meinung nach mit der überwundenen Selbstbeobachtung erklären könnte. Wenn wir zuviel unsere eigenen Gefühle beobachten, und sich nur darauf konzentrieren, was die einzelnen Situationen in uns hervorrufen, dann vergessen wir oft, sich damit zu befassen, was unsere Taten in dem Bewustsein von unseren Mitmenschen auslösen. Dadurch entsteht die Gefühlskälte bei Menschen allgemein, nicht nur bei dem Helden dieses Romans.“Klar, sagt Melzer, kannst sagen, so eine Krankheit ist für jeden ein Wahnsinn, wenn’s zuschauen musst, wie der Mensch da von Tag zu Tag weniger wird, wie er zugrunde geht, du kannst nichts ausser zu schauen...” Meltzer wird hier in einer kritischer Situation dargestellt, dadurch wird sein Charakter auf die Probe gestellt, seine verborgenen Eigenschaften kommen ans Licht. Er befindet sich in einer Situation, wo er keine Wahl hat. Es gibt kein entweder-oder, er muss sich mit seinem Schicksal abfinden. 

Thomas Bernhard – Die Kälte Eine Isolation

 

Der Erzähler ist ein junger Mann, der einen Schatten auf der Lunge hat, deshalb kommt er in eine Heilanstalt namens Grafenhof. Weil er gesellschaftlich eine ”Null” ist, kommt er in ein Zwölferzimmer mit Lehrlingen und Hilfsarbeitern. Als die Ärzte nach einiger Zeit feststellen, dass er Tuberkulose-positiv ist, da wird er endlich würdig, unter den Patienten zu sein, weil, wenn er schon da war, er in diese Gesellschaft gehören wollte, auch wenn es sich um eine entsetzliche Gemeinschaft handelte. Er war davon überzeugt, dass sein ganzes bisheriges Leben auf dieses Grafenhof eingerichtet war. Ganze Nächte verbrachte er damit, seine schlafendenden Mitpatienten zu beobachten und ihre Herkunft zu erforschen. Dort wurde gestorben sonst nichts. Auch er richtete sich darauf ein, er war keine Ausnahme. Er ist zum selben Menschen geworden wie die Kranken im Grafenhof. Er musste ganz einfach die graue Farbe, die da herrschte annehmen, um es aushalten zu können und sich gleichmachen. Er hasste plötzlich alles, was gesund war. Aber dieser Hass gegen alles starb bald ab, denn er hatte hier keine Nahrung, hier war alles von dem Leben abgetrennt und auf den Tod gerichtet. Der Kranke muss sein Leiden selbst in die Hand und vor allem in den Kopf nehmen, gegen die Ärzte, diese Erfahrung hat er gemacht. Er verliess sich auf sich selbst, sonst auf nichts.

In dem Krieg starben hunderte Millionen von Menschen. Millionen physisch und ungezält viele Millionen psychisch. Er gehörte zu der zweiten Gruppe. Er starb langsam infolge des Krieges. Der absolute Hass war für ihn auf einmal unmöglich geworden. Er hat aufgegeben und sich dem Tod ausgeliefert. Es war ihm einfacher sich fallen zu lassen, als dagegen zu kämpfen. Grund war die Bequemlichkeit. Er konnte nicht wissen, wieviel seine Existanz wert war. Denn der Krieg hatte ihm alle seine Ideale weggenommen.

Dann kam der grosse Durchbruch in seinem Leben. Er verstand auf einmal, dass er sein Leben in seine eigenen Hände nehmen muss. Er begriff, dass er unabhängig von den Ärzten gesund werden kann. Von diesem Zeitpunkt aus bestimmte er selbst seine Behandlung. Er wird mit einer unkonventionellen Methode behandelt und wird trotz der Vorhersagen der Ärzte geheilt. Er wird als gesund entlassen.

Peter Henisch – Die kleine Figur meines Vaters

Es ist ein Roman in dem zwei Geschichten beschrieben werden. Die eine handelt über einen Sohn, der über seinen Vater die andere Geschichte schreibt. Der Sohn, Peter, beschreibt, wie er die Geschichten seines kranken Vaters, der als Fotoreporter im zweiten Weltkrieg und nach dem Krieg arbeitete, auf ein Tonband aufnimmt und wie er sie anschliessend zu einem Buch verfasst. Er besucht seinen Vater im Krankenhaus, spricht mit seiner Mutter und Grossmutter, erinnert sich auf seine eigene Jugend, damit er möglichst viel Material sammelt. Er schreibt auch über sein Privatleben, wie er ständig Sorgen um seinen Vater hat, weil er im Sterben liegt, wie er manchmal Probleme mit dem Schreiben hat, er schreibt über seine Versuche zu fotografieren wie sein Vater, wie sie ihm schliesslich misslingen. Er schreibt auch über seine Frau, die schwanger ist und wie sie das Kind bekommt.

Den Kern des Buches bilden aber die Geschichten seines Vaters Walter Hemiš. Er erzählt über seine Jugend, wie man damals die Juden hänselte und auslachte, ihn ebenfalls, weil er von einer kleinen Körpergrösse war. Er beschreibt, wie er durch einen glücklichen Zufall ein Fotograf wird und sich anschliessend als Zeitungsreporter durchsetzt. Das gelingt ihm gerade wegen seiner geringen Körpergrösse, er kommt überall hin, auch wo seine grösseren Kollegen nicht hin können, weil sie zu gross sind.

Er schildert die ganze Grausamkeit und Absurdität des Krieges, er sagt, dass er ohne die Kamera, hinter der er sich versteckte, nicht ausgehalten hätte. Die Kamera schaffte einen Abstand zwischen dem Geschehenen und ihm, er sah alles nur als Motiv an, es kam ihm nicht mehr real vor. Er zeigt auch die Absurdität des Krieges, er soll alle seine Bilder propagandistisch machen, auch wenn Deutschland langsam den Krieg verliert, zwingt man ihn, immer noch positiv darüber zu berichten. Er macht zum Beispiel von einen jungen Soldaten ein Bild, wie er gerade auf den Gegner schiesst. Im nächsten Augenblick wird der Soldat getötet. Er schickt das Bild und den Kommentar dazu, in dem auch berichtet wird, dass der Soldat als ein Held starb. In der Zeitung kann man aber gar nicht nachlesen, dass der Soldat gefallen ist, seine Angehörigen erfahren es erst Monate später.  

Dann erzählt er über die Jahre nach dem Weltkrieg, wie er Teile seiner Photoapparaten auf dem Schwarzmarkt verkaufen und gelegentlich Porträtsphotos von Russen machen musste, damit er und seine Familie überlebten. Dazwischen erzählt er immer wieder Geschichten aus dem Alltag eines Photoreporter, manche lustige, manche traurige. Er berichtet wie schwierig es war, eine ordentliche Arbeit zu finden. Es machte ihm Schwierigkeiten, weil er als Junge der Hitlerjugend angehört hatte, aber da er ein Glückspilz war, gelang es ihm doch eine zu finden.

Das Ende des Buches bleibt offen, die Geschichten hätten unendlich lang weitergehen können. Das Buch endet mit dem Erzählen über zwei Ballonfahrten, einer traurigen und einer lustigen.

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